Kolophonium Goldflex

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Kolophonium Goldflex
Über das Bogenharz

Seit der Entstehungszeit von Bögen für Streichinstrumente im 10. bis 12. Jahrhundert im vorderasiatischen Raum, suchte man die Haftung der Bögen auf den Saiten durch Aufrauhen und Einkerben des anfänglichen Zupf- und Reibstabes und später durch Einreiben der Bogenhaare mit Harz zu verbessern.
Seine Bezeichnung Kolophonium hat es von dem Ort Kolophon nördlich von Ephesus im antiken Kleinasien erhalten, wo in größerem Umfang Bogenharz hergestellt wurde, wie in alten Dokumenten überliefert.
Das Naturharz wird auch heute wie zu allen Zeiten durch Anritzen des Stamms der Kiefer, Tanne und Fichte im Frühjahr und dem Ernten des Harzes im Herbst gewonnen. Aus diesem Rohstoff, einer balsamartigen Masse, wird durch Destillation Terpentinöl gewonnen. Die erbleibenden Rückstände - Harz, Säuren und Wasser - werden in offenen Kesseln bis zur Verdunstung des Wassers erhitzt. Verunreinigungen setzen sich dabei am Boden ab, sodaß das reine Harz abgeschöpft werden kann.
Die Herkunft der Harzsorten kann man an ihrer Farbe erkennen. Reines französisches Harz ist gelblich, wie auch das nordamerikanische, während reines Harz aus Deutschland bräunliche Färbung aufweist. Das reine Harz ist durchscheinend bis glasartig und leicht zu zerreiben und es ist in Alkohol und ätherischen Ölen löslich.
Das reine Harz ist spröde und verursacht - aufgetragen auf dem Bogen -einen kratzenden Ton. In unterschiedlichen und geheim gehaltenen Herstellungsverfahren wird das reine Harz erneut erhitzt und erhält Zusätze von Öl und weiteren Zutaten. In Formen gegossen, kühlt die Masse des veredelten Harzes ab und kann als Kolophonium bzw. Bogenharz vom Musiker verwendet werden. Die Bogenharze der verschiedenen Hersteller unterscheiden sich z.T. deutlich und beeinflussen das Spiel und die Klangeigenschaften des Instrumentes spürbar. Der Musiker sollte daher der Auswahl "seines" Geigenharzes besondere Aufmerksamkeit widmen, um die optimale Haftung seines Bogens beim Streichen der Saiten zu erhalten.
"Gutes Kolophonium muß sehr gut ziehen ohne zu kratzen und soll nicht zu dick aufgetragen sein" sagt Geigenbaumeister Rupert Hofer, Graz, Österreich.
Jedes Kolophonium verändert sich durch Lagerung, es altert und verliert seine charakteristischen Eigenschaften allmählich. Beim Kauf sollte daher unbedingt auf frische Ware geachtet werden. Wir empfehlen, das Kolophonium innerhalb eines Jahres zu verbrauchen.
Stahlsaiten benötigen eine niedrigere, Kunststoffsaiten eine mittlere und Darmsaiten eine höhere Haftkraft. Eine geringere Haftkraft beim Bogeneinsatz benötigt der Violin- und Violaspieler, eine mittlere Haftkraft der Cellist und eine hohe Haftkraft der Kontrabassist. Also benötigen Violin- Stahlsaiten ein Kolophonium mit der niedrigsten und Kontrabass-Darmsaiten ein Kolophonium mit der höchsten Haftkraft.
Jedoch wählen erfahrene Musikerinnen und Musiker für Studio-Aufnahmen ein weiches Kolophonium, während sie ein gröberes für mehr "Biß" im Konzertsaal bevorzugen. Ein härteres, weniger klebriges Kolophonium eignet sich gut für den Einsatz in tropischen Ländern; ein klebriges Kolophonium dagegen in kalten Umgebungstemperaturen. Von Pirastro selbst entwickeltes und hergestelltes Kolophonium trägt entweder den Namen der Saite, für die es entwickelt wurde - Obligato, Oliv z.B. - oder den Namen des Instrumentes - Cellisto, Bass - um Musikern die Auswahl zu erleichtern.
Unser Oliv Kolophonium besitzt die höchste Haftkraft, und ist dabei von der Konsistenz her weich.
Piranito Kolophonium hat die niedrigste Haftkraft und ist von der Konsistenz her hart.
Dazwischen liegen folgende Kolophonien: Eudoxa, Obligato, Tonica, Gold, Schwarz und Goldflex mit jeweils niedrigerer Haftkraft und steigender Härte.
Für das Cello hat das Cellisto Kolophonium eine höhere Haftkraft und ist weicher als das Cello Kolophonium.
Bitte beachten Sie, daß der Saitenreiniger nicht mit dem Lack des Instruments in Berührung kommen sollte.
Pflege: Um die charakteristischen Schwingungseigenschaften zu erhalten, müssen Saiten nach jedem Spiel von Kolophonium-Resten mit einem weichen, trockenen und nicht fusselnden Tuch abgerieben werden. Ebenso die Decke des Instrumentes, das Griffbrett und die Bogenstange. Hartnäckige Rückstände auf den Saiten lassen sich mit Saitenreiniger entfernen, wobei blanke Darmsaiten danach mit Saitenöl leicht eingerieben werden sollten.
Sollten Sie weitere Fragen zu Auswahl und Verwendung von Ihrem Kolophonium haben, wenden Sie sich bitte an info@pirastro.com

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